Informationen des Autors für interessierte Leserinnen und Leser
Was mich dazu bewogen hat, einen Science Fiction-Kurzroman zu schreiben:

Science Fiction und Abenteuer, sei es in Filmen oder Literatur, haben mich seit meiner Kindheit gefesselt. Abenteuer bieten Freiraum der Entfaltung, Action. Man kann sich austoben und übertreiben. Speziell das Science Fiction-Genre, streng genommen eine Untergattung, eignet sich hingegen hervorragend dazu, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aufzugreifen.
Man kann aufzeigen, was getan werden muss, damit sich etwas zum Positiven hin verändert. Beide Genres verschränken sich im vorliegenden Kurzroman miteinander - kein Abenteuer pur, keine erschöpfende Charakterstudie - stattdessen starke Abenteuerelemente, mit denen die Thematik verwoben ist und ihr Ausdruck verleiht. Dieser Rahmen ist meiner Meinung nach wie geschaffen dafür, den Lesenden bzgl. des Themas und der Charaktere Spielraum zur Interpretation zu lassen. Daran ist mir sehr gelegen.
In dieser Form kann ich idealerweise das mehr oder weniger dezent und dennoch lebendig darstellen, was mir am Herzen liegt und was ansonsten viel zu wenig Beachtung findet.
Worüber meiner Meinung nach zu wenig gesprochen wird:
Wir müssen uns auf das Wesentliche besinnen, nämlich die Kraft emotionaler Bindungen, dem unsichtbaren Band, das dem Einzelnen und der Gemeinschaft hilft - gerade jetzt. Wir leben in einer Zeit teils massiver Veränderungen - politisch, technologisch, gesellschaftlich. Die Herausforderungen sind immens. Das soziale Klima ist rauer geworden. Fortschreitende Polarisierung, Kompromisslosigkeit, Egoismus, mangelnde Empathie, unzureichendes Gespür für andere, Empörung, Wut und Hass besonders in den Medien, Narzismus, die Wiederkehr des Stammesdenkens - die Gesellschaft ist dabei in viele einzelne Teile zu zerbröseln. Emotionale Unsicherheit, die sich durch Misstrauen und Ängstlichkeit äußern kann sowie dem Risiko Manipulation anheim zu fallen, ist präsent.
Vor diesem Hintergrund sollte man sich folgendes fragen: Was macht mich selbstbewusst, sensibel und achtsam, was macht mich anpassungs- und widerstandsfähig, was verbindet mich mit anderen, was hält zusammen, was hilft mir, mich auf meine eigenen Kräfte zu verlassen und die von anderen Menschen, die es gut mit mir meinen? Was beeinflusst mich, erfolgreich durchs Leben zu gehen, an mich selbst zu glauben. Wie gelingt mir das?
„Unsichtbare Kräfte“ und wie sie in meinem Buch behandelt werden:
Dadurch, dass ich einen speziellen zeitlichen Rahmen gewählt habe und die zukünftige Historie traumatische Erfahrungen für Überlebende mit sich bringt. Gleichzeitig verfügt der Protagonist aus der Gegenwart über ähnliche persönliche Erfahrungen. Es kreuzen sich somit Erlebnisse von Menschen aus verschiedenen Zeitaltern, die letztlich auf der gleichen Grundlage beruhen, nämlich der Emotionalität. Die Frage lautet, wie die Personen mit ihren verlustreichen Erfahrungen umgehen bzw. umgegangen sind. Wie haben sie die Einschnitte bewältigt? Was diente ihnen als emotionaler Halt bzw. Ersatz? Alle Personen haben damit ihre speziellen Erfahrungen gemacht bzw. Strategien entwickelt mit den Belastungen umzugehen. Hier gibt es meist, aber nicht immer, Überschneidungen. Wichtig war mir, dies einerseits anschaulich zu machen, andererseits Freiraum zum Nachdenken zu lassen.
Emotionale Bindung ist eine besonders effiziente Kraft und sie ist allen Menschen in die Wiege gelegt worden, die aber je nach gesellschaftlichem Kontext bzw. sozialen Erfahrungen besser oder schlechter ausgeprägt ist. Es gibt jedoch auch andere Kräfte, insbesondere eine weitere spezielle, die im Buch mehr oder weniger hervorgehoben wird. Sie wird besonders in symbolischer Form durch Verwendung von Elementen der Natur immer wieder mehr oder weniger angedeutet, und spätestens am Ende ist klar, worum es sich dreht.
Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass es verschiedene Lesarten bzw. Interpretationen der Geschichte hinsichtlich unsichtbarer Kräfte gibt. Eine spezielle ist in der Rezension von eurobuch.de abgedruckt.


Bildsprache und Symbolik:
Zu viel darf ich natürlich nicht verraten. Die Leserinnen und Leser sollen ja selbst auf Entdeckungsreise gehen. Ich kann aber so viel sagen, dass ich in Bildern denke. Dies ist in die Beschreibungen und Szenarien eingeflossen. Die Vorstellungskraft der Leserinnen und Leser schmälert es nicht, sondern lässt die Handlung wie in einem Film vor dem inneren Auge ablaufen. Das jedenfalls habe ich beabsichtigt.
Die Ausdrucksform war mir wichtig. An vielen Stellen im Buch gibt es Symbolik, wie bereits erwähnt im Zusammenhang mit einer der unsichtbaren Kräfte. In der Natur spielen unter anderem Farben und Licht eine große Rolle. Hier darf jeder seine eigenen Erfahrungen im Hinblick darauf machen, was man entdeckt bzw. aufdeckt. Beim wiederholten bewussten Lesen meines Buches wird man immer wieder Neues aufspüren und ich denke, dass dies zur Freude überraschen wird.
Was die Leserinnen und Leser noch erwartet:
Ganz besonders farbenfroh und spannend wird die Geschichte durch den abenteuerlichen Hintergrund. Die Stärkung und Selbstfindung des Protagonisten speziell in einem Setting, das Kräfte zum Überleben einfordert, das Gefahren und Risiken einwebt, macht die Handlung sehr lebendig und nachvollziehbar. Alle Personen stehen Herausforderungen gegenüber und sie sind gezwungen, sie zu meistern, ansonsten scheitern sie. Das ist an sich schon sehr interessant und fesselnd.
Zum Schluss: Jemand fragte mich, ob oder inwieweit ich mich in speziellen Figuren des Romans selbst verwirklicht habe.
Das ist eine spannende Frage. Tatsächlich habe ich spezielle eigene Charakteristika auf wenige Personen verteilt. Welche jedoch, und an wen in welchem Maß, das werden nur diejenigen aufdecken, die mich näher kennen.
Ich wünsche den Leserinnen und Lesern spannende Unterhaltung.
Wir müssen uns auf das Wesentliche besinnen, nämlich die Kraft emotionaler Bindungen, dem unsichtbaren Band, das dem Einzelnen und der Gemeinschaft hilft - gerade jetzt.